Ein beliebtes Geschenk: der Elektronik-Baukasten
Wenn sich mancher erwachsene Mann an Weihnachts- oder Geburtstage seiner Kindheit erinnert, bekommt er vielleicht immer noch leuchtende Augen. Denn ein beliebtes Geschenk war (und ist noch immer) der Elektronik-Baukasten.
Meist in der Größe eines Brettspiels enthält er allerlei kleines und mittelgroßes Zubehör, um mithilfe von schriftlichen Anleitungen Schaltkreise, kleine Taschenlampen, elektrische Fahrzeuge oder andere Dinge nachzubauen. Hierbei schlagen jedoch nicht mehr nur die Herzen von kleinen oder großen Jungs höher. Nein, auch Mädchen zeigen heutzutage großes Interesse an technischem Spiel und physikalischen Zusammenhängen. Vorbei ist die Zeit, in der derartige Spielwaren geschlechtsspezifisch vertrieben wurden.
Vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch an einen Sketch aus den 1980er Jahren, in dem ein Großvater seinem Enkelsohn einen Bausatz für den Nachbau eines Atomkraftwerkes schenken wollte. Solche Dinge sind heutzutage keine Besonderheit mehr. Sie gehören zur Normalität. Die Interessen der Kinder sind immer noch vielfältig und somit werden auch die Spielwaren stets an die momentane Nachfrage angepasst. Und daher ist es keine Überraschung, dass nach einem aktuellen Reaktorunfall, Spielwaren, die mit Atomkraftwerken in Verbindung stehen, einen großen Absatzmarkt finden. Wenn auch nur vorübergehend. Waren es vor zwanzig Jahren noch Funkgeräte, die man mit einem Elektronik-Baukasten nachbauen konnte, so sind es heute Schaltkreise von Handys, die von Kindern (aber auch Erwachsenen) sehr gerne nachgestellt werden.
Woher diese Begeisterung kommt, mit elektronischen Werkzeugen und Materialien herumzuwerkeln, bleibt ein Geheimnis. Vielleicht ist es einfach nur die Faszination, etwas Großes im Kleinen zu erschaffen. Ähnlich wie bei Modelleisenbahnen, die die große Welt in eine kleine überschaubarere, vielleicht auch idyllischere, verkleinern. Wie dem auch sei, es werden auch dieses Jahr wieder viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene ein Geschenk in der Hand halten und hoffen, dass es ein Elektronik-Baukasten ist. Und vielleicht wird sich ihre Hoffnung erfüllen. Bildquelle: © sprisi / pixelio.de